Heizöl für Ihr Auto - Die drei Gründe dagegen

 

Heizöl ist durch die günstigere Versteuerung deutlich preiswerter als Diesel. Warum Sie Ihr Auto trotzdem auf keinen Fall mit Heizöl betanken sollten zeigen Ihnen die folgenden Gründe.

 

1. Heizöl und Diesel unterschieden sich in ihrem Schwefelgehalt

 

Als schwefelarm gilt Heizöl bereits ab einem maximalen Schwefelgehalt von 50 mg/l. Diesel hingegen wird erst ab max. 10 mg/l als schwefelarm bezeichnet.
Tanken Sie Ihr Auto trotz des Unterschieds mit dem schwefelhaltigeren Heizöl riskieren Sie Schäden am Motor. 
Das Schwefeldioxid, das bei der Verbrennung von Heizöl entsteht, wird im Motorraum zu schwefelhaltiger Säure. Die entstehende Säure kann durch das Motorenöl nicht hinreichend neutralisiert werden und greift den Motor somit fortlaufend an. 
Die Gefahr von verfrühten Motorschäden steigt durch das Tanken mit Heizöl demnach verstärkt an.
 

2. Heizöl und Diesel besitzen unterschiedliche Additive

 

Aufgrund der immer moderner werdenden Technologien entwickeln sich die Anforderungen an Diesel und Heizöl stetig weiter. Die Folge daraus ist, dass den beiden Ölen bereits in der Raffinerie verschiedene Additive hinzugefügt werden.
 
Additive im Diesel erhöhen die Cetanzahl des Öls, sodass die Zündwilligkeit verbessert und das Auto auch im kalten Zustand gut starten kann. Das Tanken mit Heizöl würde im Auto zu einer vermehrten Rußbildung führen und den Motor so merklich schneller abnutzen.
 
Des Weiteren sind dem Diesel Additive hinzugefügt, die die Filtrierbarkeit bei tiefen Temperaturen ermöglichen.
Normales schwefelarmes Heizöl extra leicht bildet bei einer Temperatur unter 5°C Paraffin-Kristalle. Dadurch verliert das Heizöl bei niedrigen Temperaturen seine Fließfähigkeit und würde im Automotor zu Verstopfungen der Filter sorgen. 
Für Heizöltanks außerhalb des Hauses oder besonders kalte Gegenden gibt es jedoch die Möglichkeit dem Heizöl einen Frostschutz hinzuzufügen, damit das Öl auch bei Frost noch fließfähig bleibt.
 

3. Heizöl und Diesel sind unterschiedlich versteuert

 

Da Heizöl für Heizzwecke vorgesehen ist, wird es weniger hoch versteuert als der Diesel.
Zur Unterscheidung von Diesel und Heizöl ist dem Diesel daher ein Markierstoff hinzugefügt. 
Die Autos können so jederzeit vom Zoll durch einen Schnelltest geprüft werden.
Wird festgestellt, dass das Auto mit Heizöl und nicht mit Diesel betankt ist, muss das gesamte Fassungsvermögen des Tanks nachversteuert werden.
Außerdem handelt es sich um Steuerhinterziehung, womit man mit  hohen Bußgeldern bis hin zu einem Strafverfahren rechnen muss.
Darüber hinaus gibt es eine ganz offensichtliche Unterscheidung von Heizöl und Diesel: 
In der Raffinerie wird das Heizöl bereits rot eingefärbt. So kann man den gelblich bis durchsichtigen Diesel auf einen Blick vom roten Heizöl unterscheiden.
 

Zusammengefasst

 

Auch wenn es früher einmal möglich gewesen ist, die Autos mit Heizöl zu betanken, kann man heute nur dringlich davon abraten.
Durch die sich ständig weiterentwickelnden Ansprüche an Diesel werden die Unterschiede zum Heizöl immer größer. Heizöl würde im Auto zu verfrühtem Verschleiß der Einzelteile führen und das Auto nachweislich schneller abnutzen.
Außerdem machen Sie sich durch den Gebrauch von Heizöl als Kraftstoff in Ihrem Auto strafbar und riskieren hohe Geldstrafen oder sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.
Es lohnt sich also überhaupt nicht Ihr Auto mit Heizöl zu betanken.